New England

Unsere Route (knapp 1.000km) zurück nach „Brisbane“ war vergleichsweise unspektakulär. Da wir uns von Brisbane aus langsam entlang der Küste wieder zurück nach Sydney bewegen wollen, suchten wir uns in Richtung Norden nun die Inlandsroute aus.

Der „New England Hwy“ führt durch die New England Region und heißt genauso, weil die ersten Siedler die Landschaft hier, mit der Großbritanniens verglichen. Ob es hier nun genau so aussieht wie in Schottland oder England können wir nicht beurteilen -weil wir noch nicht dort waren- aber toll sieht es hier schon aus. Auch die vielen gemütlichen kleinen Städtchen entlang der Strecke heißen meist so, wie ihre europäischen Vorbilder, z.B. „Aberdeen“ oder „Tamworth“.

Wieder einmal tat die tolle Herbstlandschaft ihr übriges dazu und zauberte ein tolles Flair in die meist historischen Städtchen. Und als ob das alles nicht reichen würde, hatten wir in der Nacht auf den 15.05. auch noch unseren ersten Frost. :o)

unterwegs! – Von den roten Schluchten zu den blauen Bergen

Rund 2.700km lagen zwischen dem Kings Canyon und Sydney (über Port Augusta und Katoomba). Hört sich viel an, war es auch; aber langweilig waren die 5 Tage im Auto nicht.

Nach den ersten mehreren 100km –keine Ahnung wieviele km es genau waren, wir sind auf jeden Fall den ganzen Tag gefahren- erreichten wir „Coober Pedy“. Dieses Städtchen mitten im Südaustralischen Outback existiert wohl nur, weil es hier Opal gibt. Mehrere 100.000! Ausgrabungsstätten entlang des Highways deuten darauf hin, dass das Geschäft ganz lukrativ zu sein scheint. Allerdings, schön ist das Städtchen nicht. Müssten wir uns ein Dorf kurz vorm Weltuntergang vorstellen, wäre es wohl Coober Pedy.
Es ist staubig, es gibt absolut kein grün und im Sommer wird es auch mal bis zu 50 Grad heiß. Aber! Auch hier gab es etwas zu entdecken, dass wir vorher noch nie gesehen hatten. Wegen der Hitze bauten die Menschen ihre Häuser in Hölen, weil diese immer gleichbleibend temperiert sind. Clever! Vor allem die unterirdischen Gotteshäuser waren sehr interessant. Außerdem liegen in der Stadt auch noch allerlei Requisiten in den Vorgärten, weil einige Filmemacher hier ihre Sci-Fi Streifen drehten, z.B. das Raumschiff aus dem Film „Pitch Black“.

Weiter ging die Fahrt am nächsten Tag. Bis nach „Port Augusta“, wo wir uns seit Alice Springs endlich wieder eine warme Dusche gönnten. Damit lag das australische Outback hinter uns. Vor allem vermissen, werden wir wohl die unbeschreiblichen Sternenhimmel bei Nacht und die Einsamkeit. Es ist schon ein unbeschreibliches Gefühl, wenn um einen herum nichts ist, außer weites Land.

Am nächsten Tag (10.05) brachen wir früh auf. Etwa 100 km südlich von Port Augusta nahmen wir den Sturt Hwy östlich in Richtung „New South Wales“. Eine malerisch schöne Strecke, vorbei an Obst- und Weinanbaugebieten und unerwartet wirklich wunderschönen und sehr sauberen Städten, wie z.B. “Renmark” und “Cowra”. Außerdem auch immer wieder an ein paar verschlafenen Nestern, in denen sich die Zeit einfach langsamer zu drehen scheint. Ist halt alles “Easy-going” in Australien.
Auch das Klima änderte sich jetzt. Je näher wir Sydney kamen, desto kühler und vor allem desto herbstlicher wurde es. Auch damit hatten wir nicht gerechnet. Der Herbst hier sieht nicht nur genauso aus, wie der deutsche, er fühlt sich auch genau so an. Und schon wieder vermissten wir den Glühwein. ;o) Vor allem bei einer Nacht am Lagerfeuer mit den sogenannten „Grey Nomads“ war es aber urgemütlich.

Zur Erklärung: Die sog. grauen Nomaden sind hier in Australien Menschen im Rentenalter, die Haus, Hof und ihren gesamten Besitz verkaufen um sich dann in bestens ausgestatteten mobilen Heimen Australien anzusehen.

Am 12.05. erreichten wir die „Blue Mountains“, das Naherholungsgebiet der Sydneysider, in etwa 100km westlich vor Sydney. Highlight dieses Hochplateaus sind ohne Zweifel die Eukalyptuswälder, die durch ihren Dunst die Berge in der Ferne blau erscheinen lassen. Aber auch die Städte, wie z.B. „Katoomba“ sind sehr nett und versprühen einen tollen Charme, einmal mehr unterstützt durch sonniges Herbstwetter.

Nach einer eiskalten Nacht (knapp über 0) mitten in einem verschlafenen Valley in den blauen Bergen, machten wir uns am nächsten Tag auf in Richtung Sydney. Hier holten wir ein paar Klamotten ab, die wir glücklicherweise vor unserer Asienreise unterstellen durften und verbrachten einen feucht-fröhlichen Abend mit zwei befreundeten Pärchen. So feucht-fröhlich, dass wir eine Nacht auf einer der Straßen Sydneys unweit von unserem damaligen zu Hause unerlaubt im Camper verbrachten; wir konnten ja schließlich nicht mehr fahren! :o) Die Nacht war allerdings nicht sehr lang, was das Risiko erwischt zu werden deutlich schmälerte. So machten wir uns am 14. früh auf in Richtung Brisbane. Wir wollen uns nämlich noch die Gold-Coast ansehen, die wir auf Grund der Überflutungen im März nicht mehr geschafft hatten.

Vom Kings Canyon nach Sydney

Unser aktueller Camper

Wir möchten euch noch schnell und in aller Kürze unseren Camper ohne Namen vorstellen, mit dem wir nun bereits seit 5.782km von Darwin bis kurz vor Sydney gereist sind.

Unser „backpacker“-Gefährt wurde in Japan gebaut und im Juni 2008 erstmals in Australien zugelassen, ist also noch gar nicht so alt. 241.724km standen dennoch bereits auf der Uhr, als wir ihn entgegen nahmen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass das Interieur noch ziemlich gut in Schuss ist.

Zur Ausstattung zählen ein Zwei Flammen Gasherd, Spülbecken, Kühlschrank, Mikrowelle, Campingstühle, MP3 Radio usw. Ist also alles vorhanden, was man zum reisen braucht. Das Beste ist jedoch der Stauraum. In den Schränken lässt sich so ziemlich alles prima verstauen und wir haben immer noch genügend Platz für Vorräte.

Was uns noch positiv aufgefallen ist, die bisherigen Mietwagen, die wir hatten mussten wir erst einmal „schrubben“, damit wir uns in ihnen wohlfühlen konnten. Der Wagen hier war mehr als sauber. Natürlich haben wir auch nochmal den Kühlschrank ausgewaschen, aber viel Arbeit hatten wir nicht. Auch die Küchenutensilien, wie Teller, Tassen, Besteck und Töpfe waren blitzeblank. Das war in den anderen Mietwagen eher selten der Fall.

Das Herz Australiens

Satte 463km liegen noch zwischen „Alice Springs“ und dem „Uluru“. Da Alice nichts wirklich spektakuläres für uns bereit hielt, stoppten wir nur kurz um unsere Vorräte aufzufüllen und machten uns anschließend, am Nachmittag des 04.05. sofort auf den Weg in Richtung des roten Zentrums.

Da es im „Northern Territory“ im Moment bereits um 18:30Uhr stockdunkel wird und fahren dann im Outback nicht wirklich angenehm ist, schoben wir auf dem Weg noch eine kostenlose Nacht auf einem Rastplatz ein. Und diese war eiskalt. Denn, während am Tage das Thermometer um die 28 Grad Celsius anzeigt, kühlt es in der Nacht auf 4 Grad ab. Da werden doch tatsächlich Sehnsüchte nach dem deutschen Winter und Glühwein geweckt. ;o)

Am nächsten Tag erreichten wir gegen Mittag den „Uluru-Kata Tjuta Nationalpark“. Unser erster Eindruck: Wahnsinn! Da fährt man kilometerlang über flaches Land und auf einmal taucht da dieser riesige rote Berg bzw. Stein auf, den man sonst nur von Fotos auf Postkarten oder ausm Fernsehen kennt.

Der „Ayers Rock“ selbst, liegt im oben bereits erwähnten Nationalpark, zusammen mit den „Kata Tjutas“ oder einfach, den „Olgas“. Der Eintritt in den Nationalpark beträgt stolze 25 Dollar pro Person, dafür darf man dann 3 Tage lang so oft man möchte in den Park hinein und auch wieder hinaus. Natürlich fragt man sich, warum eine von der Natur erschaffene Sehenswürdigkeit einen solchen Eintrittspreis rechtfertigt. 75% des Eintritts werden für die Wartung der Straßen und die Infrastruktur verwendet und 25% erhalten die ursprünglichen Besitzer des Uluru, die Aborigines. Weißte bescheid!

Übernachtungs- oder Campingmöglichkeiten im Park selbst gibt es keine. Zu diesem Zweck wurde extra eine Stadt, „Yulara“ unmittelbar vor dem Eingang des Parks errichtet. Die etwa 2.000! Einwohner haben nichts anderes zu tun, als den etwa 500.000 Besuchern pro Jahr, ihren Besuch zu ermöglichen. Da die Preise in dieser Stadt vor allem eins, gesalzen sind, entschieden wir uns dazu, etwa 30km vor dem Park auf einem Rastplatz kostenlos zu campen. Unsere Reisekasse dankt es uns.

Aber zurück zu unserem Tag. Als wir also gegen Mittag am 05.05. im Park eintrafen machten wir am Aussichtspunkt natürlich erst einmal ein paar Fotos und trafen witzigerweise ein Ehepaar aus Bergheim. Verrückt oder? Am abgelegensten Ort, am anderen Ende der Welt trifft man Menschen aus seinem Heimatort. Schöne Grüße an dieser Stelle!

Bevor wir uns am Abend den Sonnenuntergang anschauten, bei dem der Ayers Rock wundervoll angestrahlt wird und in herrlichem orange-rot leuchtet, statteten wir dem Kultur- und Informationszentrum noch einen Besuch ab. Hier erhält man einen kleinen Einblick in die Kultur der Aborigines und von der Bedeutung des Ayers Rock. Der Stein ist für die Ureinwohner Australiens eine heilige Stätte.
Darüber hinaus liegen hier auch noch die sogenannten „Sorry Rocks“. Dies sind Steine von Menschen aus aller Welt, die sich ein Andenken vom Uluru (Steine oder Sand) mit nach Hause genommen haben und seitdem vom Pech verfolgt wurden. Natürlich haben diese Menschen die Andenken per Post zurück nach Australien geschickt, damit nicht noch schlimmeres geschieht. Mitunter waren da ein paar sehr seltsame und schlimme Dinge in den Briefen aufgeführt.

Der nächste Tag (06.05.) begann für uns mit Wecker um 05:30 Uhr um den im Vergleich eher unspektakulären Sonnenaufgang am Ayers Rock zu erleben. Unmittelbar im Anschluss starteten wir unseren 10km langen Spaziergang um den heiligen Stein, bei dem man seine Spiritualität förmlich spürte. Wie bereits erwähnt, der Stein ist für die Ureinwohner Australiens ein besonderer Ort. Deshalb und auch weil es bereits 35 Tote gab, beschlossen wir den Ayers Rock nicht zu besteigen. Wir müssen allerdings auch ehrlich zugeben, ein bisschen Aberglaube war hier auch bei uns mit dabei.

Nachmittags machten wir uns auf zu den etwa 50km entfernten Olgas, die ebenso spektakulär leuchten und nicht minder attraktiv sind. Die Olgas bestehen aus insgesamt 36 kuppelförmigen Felsen mit tollen Schluchten. Auch hier haben wir einen tollen Spaziergang in eine der Schluchten gemacht, bevor wir im Anschluss einen zweiten Sonnenuntergang am Uluru genossen. Diesmal blieben wir bis die Nacht anbrach und wurden mit einem atemberaubenden Vollmondaufgang belohnt. Wir hoffen, dass die Atmosphäre auf dem Foto wenigstens ein bisschen rüber kommt. Vor allem der Sternenhimmel im Outback ist einfach unbeschreiblich. Die Milchstrasse scheint zum greifen nah.

Ein toller Abschluss unseres Besuches im Nationalpark, denn am nächsten Tag fuhren wir den Highway zurück in Richtung des „Kings Canyon“; ein weiteres Highlight im roten Zentrum. Ganz nebenbei bemerkt, haben wir auf dieser Strecke auch die bisher teuerste Tankstelle Australiens gefunden. Im „Curtin Springs Roadhouse“ kostet 1 Liter Petrol satte 2,30 Dollar (Normalpreis ist 1,50). Kein Wunder, dass die Zapfsäulen hier mit einem dicken Vorhängeschloss gesichert sind.

Den Kings Canyon erreichten wir nach einer etwa 4-stündigen Fahrt. Mit seiner tiefen Schlucht und einem spektakulären Wanderweg gilt der Canyon als eine der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten Zentralaustraliens und ist auf jeden Fall einen Abstecher wert. Auch hier machten wir einen 6km langen Spaziergang über bzw. durch den Canyon und wurden mit tollen Aussichten belohnt.

Mit diesem Artikel seid ihr auch wieder auf dem neuesten Stand, denn am nächsten Tag, dem 08.05. verließen wir das rote Zentrum Australiens und seitdem sind wir auch wieder „on the road“. Wir bewegen uns gerade wieder in Richtung Sydney. Ein bisschen mehr als 2.450km haben wir zu diesem Zweck seit wir vom Kings Canyon losgefahren sind bereits hinter uns gebracht (also in 4 Tagen), ein paar wenige 100km liegen noch vor uns. Hierzu aber mehr, wenn wir die Strecke komplett hinter uns gebracht haben.

Das Rote Zentrum

The Track – vom Litchfield nach Alice Springs

Vom Litchfield nach „Alice Springs“ fährt man exakt 1.440 km durchs Outback. Von den Aussies wird die Strecke ganz unspektakulär „The Track“ genannt, offiziell fährt man auf dem „Stuart Hwy“. Langweilig! Könnte man meinen, aber so langweilig ist die Strecke durchs Outback gar nicht. Immer wieder kommt man an interessanten Dingen vorbei, wo es sich lohnt anzuhalten.

Zum Beispiel die „Devil´s Marbles“. Rundgeschliffene Granitfelsen mitten im nirgendwo sorgen 100km hinter „Tennant Creek“ für ein tolles Bild. Besonders toll sehen die Felsen bei Sonnenauf- und untergang aus. Frühes aufstehen war angesagt, aber es lohnte sich.

Mehrere 100 km vorher auf der Strecke kann man in „Mataranka“ die kristallklaren Thermalbecken mitten im Wald geniessen. Umgeben von Palmen und Busch kann man sich hier von einer langen Fahrt im warmen Wasser erholen. Einfach toll!

Wie es im roten Zentrum Australiens war? Wie immer, im nächsten Artikel…

The Track – vom Litchfield nach Alice Springs

Untertauchen im Nationalpark

Wieder in Darwin zu landen, fühlte sich ein bisschen an, wie nach Hause kommen. Wir kannten uns aus mit den strengen Quarantänevorschriften am Flughafen (z.B. werden die Schuhe nach Dreck aus fremden Ländern begutachtet), kannten unser Hostel für die Nacht (Melaleuca on Mitchell) und vor allem kannten wir uns in der Stadt bereits aus.

„Sightseeing“ konnten wir uns damit sparen. Also, nach dem Flug ins Hostel; im Supermarkt noch was für den Abend eingekauft und anschließend Wäsche gewaschen. Am nächsten Tag durften wir dann unseren Camper in Empfang nehmen. Zu diesem, wie versprochen später mehr.

Nachdem wir in Darwin unsere Vorräte aufgefüllt hatten, starteten wir auch sofort unsere Reise. Der „Litchfield Nationalpark“ war unser erstes Ziel. Der Litchfield liegt in etwa 115km entfernt von Darwin und eignet sich laut Reiseführer vor allem zum schwimmen. Und tatsächlich, der Park hält einige tolle Wasserfälle bereit, die sich in kristallklare Wasserbecken stürzen und die –weil krokodilfrei- bestens zum schwimmen geeignet sind. Bei Temperaturen über 30 Grad, eine willkommene Abkühlung.

Ein bisschen bizarr aber wohl unvermeidbar, im Park und um den Park herum brennt es. Im „Nothern Territory“ beginnt gerade die Trockenzeit und um wilden Buschbränden zum Ende der Trockenzeit vorzubeugen, brennen Ranger den Busch jetzt schon kontrolliert ab. Schon ein seltsames Gefühl wenn man auf einsamen Straßen fährt und rechts und links neben der Straße brennt es lichterloh.

Zwei Nächte verbrachten wir auf einem tollen, günstigen Campingplatz im Park und wir konnten neben Kängurus und schwarzen Kakadus auch Eisvögel beobachten. Nach dem Litchfield machten wir uns auf in das noch 1400 km entfernte rote Zentrum Australiens. Wie es uns auf „The Track“ erging, erfahrt ihr im nächsten Beitrag.

Litchfield

Urlaub vom Reisen! – auf den Gilis…

Was uns viele nicht glauben und wohl auch nur traveller verstehen; reisen mit dem Rucksack ist durchaus anstrengend und kann wegen der vielen nötigen Planungen auch stressig werden. Deshalb hatten wir uns dazu entschlossen, nach unserem Trip durch Malaysia eine Woche Urlaub auf den „Gili-Inseln“ einzuschieben.

Am späten Abend des 20.04 landeten wir aus diesem Grund auf Bali. Die Gilis liegen in Indonesien, zwischen Bali und Lombok. Von Bali aus erreicht man die kleinen Inseln per Schnellboot innerhalb 1,5 Stunden. Schneller würde es von Lombok gehen, weil sie von hier nur einen Katzensprung entfernt liegen; allerdings müsste man um nach Lombok zu kommen ohnehin in Bali umsteigen. So entschieden wir uns für den direkten Weg von Bali aus.

Die ersten beiden Nächte buchten wir uns ein Zimmer im „Tune Hotel“ in Kuta, dem Ballermann der Australier. Kuta kannten wir ja noch von unserem letzten Besuch auf Bali. Rückblickend können wir nun sagen, dass wir froh sind damals nur einen Abend dort gewesen zu sein. Sehr aufdringliche und unangenehme Straßenhändler versuchen ihren Ramsch los zu werden und einheimisches Essen sucht man hier leider vergebens. Es dominieren amerikanische Fastfoodketten und internationale Restaurants. Wie das Leben in den vielen Resorts hier aussieht können wir nicht sagen, aber wahrscheinlich wesentlich entspannter.

Wir wollen uns aber nicht beschweren, um unser Boot auf die Gilis zu buchen eignete sich Kuta perfekt. So machten wir uns am nächsten Morgen auf um die diversen „seriösen“ Straßenreisebüros aufzusuchen. Nach kurzer Zeit und einigen Verhandlungen später hatten wir unsere Schnellboot Tickets in der Hand. Auch hier gilt wieder, der Endpreis des Händlers liegt in etwa 50% unter dem erst genannten. Wir zahlten für das Boot inkl. Bustransfer zum Hafen nach Padang Bai etwa 108€ für zwei Personen inkl. Rückfahrt.

So ging es am Morgen des 22. los; zunächst von Kuta nach Padang Bai mit einem Shuttle Bus. Wir wussten ja das Roller fahren auf Bali keinesfalls empfehlenswert ist, doch auch Auto fahren scheint dort mehr ein Glückspiel zu sein. Aus einer zweispurigen Fahrbahn wird spontan eine vierspurige gemacht und glattrote Ampeln sind ja fast noch grün… Auch überholen trotz Gegenverkehr ist auf Bali problemlos möglich.
Wir waren froh nach etwa 1,5 Stunden heile am Hafen von Padang Bai angekommen zu sein. Allerdings wurden wir auch hier wieder von zig Straßenverkäufern belagert, die Früchte, Tücher oder Sonnenbrillen zum Kauf anboten. Oft halten dir auch Kinder die Waren unter die Nase und betteln dich mit traurigem Gesicht an. Nach unangenehmer, aber immerhin kurzer Wartezeit kam dann unser Schnellboot und los ging die Fahrt zu den Gilis.

Die Gili Inseln bestehen aus drei verschiedenen Inseln. Gili Trawangan – gilt als die Partyinsel und die touristisch erschlossenste. Gili Meno – ist die ursprünglichste der drei Inseln und Gili Air – liegt irgendwo dazwischen. Wir entschieden uns auf Gili Trawangan zu bleiben, wo das Boot als erstes hielt; hier fanden wir eine große Auswahl an Unterkünften, sowie verschiedene Cafés und Beachbars vor. Der Pendelverkehr zu den anderen Inseln wird lokal gemanagt, und zwar mit unseren so heiß geliebten „Nußschalen“. ;o) Auf allen Inseln gibt es übrigens keine Autos, sondern nur Pferdetransporte oder Fahrräder!

Die Unterkunft für die ersten beiden Nächte hieß „The Beach House“. Ein sehr nettes, sauberes und fast schon luxuriöses Resort. Dort haben wir es uns sehr gut gehen lassen. Da der Preis des Resorts allerdings ein klein wenig über unserem Budget lag zogen wir für die nächsten 4 Nächte in das „Dream Diver Resort“. Der Bungalow hier war sehr einfach, hatte aber immerhin auch Klimaanlage und war fast um die Hälfte günstiger.

Außerdem konnten wir hier auch Tauchgänge buchen. Wir wollten unbedingt Schildkröten sehen, und so buchten wir einen Tauchgang für knapp 30€ pro Person. Da wir die einzigen waren, die an dem morgen tauchen wollten, hatten wir unseren Guide ganz für uns alleine. So konnten wir prima auf Schildkröten Entdeckungstour gehen. Keine Haie, aber mindestens 8 riesige Meeresschildkröten gab es dann für uns am „Shark Point“ zu sehen. Echt atemberaubend diese tollen Tiere in freier Wildbahn zu sehen. Da rückte unser erster „Octopus“, sowie ein riesiger „Lobster“ fast in den Hintergrund. Wegen der starken Strömung war es leider nicht so einfach Fotos zu schießen, ein paar sind dennoch etwas geworden.

Einen zweiten Tauchgang buchten wir aber nicht, da wir uns in der Tauchschule nicht ganz so wohl fühlten. Zurück im Divecenter bedeutete auch, zurück in der Nikotinwolke; ausnahmslos alle Mitarbeiter und Diveinstructor/master rauchten, und zwar Kette (Zigaretten kosten in Asien ja nichts). Tolles Vorbild! Wie war das nochmal in der Tauchausbildung mit der Luft und dem Nikotin?

Auf Trawangan zu bleiben war für uns genau die richtige Entscheidung. Einen Tag mieteten wir uns ein Fahrrad und drehten unsere Runden; wir machten es uns am Meer gemütlich oder genossen die Sonnenstrahlen in einem der Beachcafés. Auf Trawangan gab es auch unser so heiß geliebtes „Streetfood“. Äußerst empfehlenswert und mal wieder sehr günstig: „Mee Goreng“ (gebratene Nudeln mit Hähnchen und Ei) für 1,25€; „Chicken Cashew-Nut mit Reis“ für 2,50€… Wir lieben es!

An manchen Abenden hörte man auf Trawangan etwas lautere Musik. Wir fanden heraus, dass sich einige Resorts mit feucht fröhlichen Partys abwechseln. Dreimal in der Woche gibt es eine große Party, jeweils immer in einem bestimmten Resort; so kommen dann auch Partyverrückte auf ihre Kosten. Wer allerdings keine Lust hat auf Party muss auch nicht hingehen und kann weiterhin seine Ruhe haben. Wichtig ist nur zu wissen, in welchen Resorts die Partys steigen um diese dann nicht zu buchen. ;o) Ansonsten gilt: Der Muezzingesang am Morgen war für uns lauter zu hören als die Partymucke!
Überall auf den Gilis (außer auf Meno) werden dir von Einheimischen auch verbotene Substanzen angeboten. Auch die „supadupa Magic Mushrooms“ werden ziemlich stark beworben, immer mit dem ergänzenden Satz: „Es gibt ja keine Polizei hier!“. Wer´s braucht…

Wir waren in der Nebensaison da und fanden Trawangan echt nett, in der Hauptsaison von Juli bis Mitte September soll die Insel jedoch nicht empfehlenswert sein, weil sie dann aus allen Nähten platzt…
Allerdings gab es auch für uns zwei negative Aspekte. Zum einen die Einheimischen, die versuchen das große Geschäft mit den Touristen und ihrem Ramsch zu machen. So schlendert man entlang der Promenade und wird in einer Tour belagert: „Hey Boss, come in! Have a look!“. Zweitens gibt es eine dreiste Masche beim Thema Wechelgeld. Bezahlt man seine Rechnung, wartet man oftmals lange auf sein Rückgeld. Fragt man nach, bekommt man die Antwort, dass es vergessen wurde… Jaja! Einmal bekamen wir das Rückgeld in vielen kleinen Scheinen zurück und der Kellner verteilte es uns auf dem ganzen Tisch. Vielen Dank dafür!
Dies soll den ingesamt positiven Eindruck allerdings nicht trügen, uns hat es dennoch sehr gut gefallen. Gilt nur als kleine Randnotiz… ;o)

Neugierig besuchten wir mit einem Taxiboot natürlich auch die beiden anderen Inseln. Gili Meno fanden wir für uns viel zu ruhig. Es gab dort zwar einige nette Resorts, doch darüber hinaus wird nichts angeboten, keine Cafés oder Bars. Für Ruhesuchende allerdings, der perfekte Platz!

Gili Air hat uns sehr gut gefallen. Dort ist es ruhiger als auf Gili Trawangan und lebhafter als auf Meno. Die perfekte Mischung aus Resorts, Cafés und Bars! Auch hier gibt es einmal im Monat eine „Full Moon Party“. Auf Gili Air konnten wir dann auch einen Schnellkurs mitmachen; im Armbänder knüpfen. „Masul“ zeigte uns all seine Tricks. Eine ganz tolle Begegnung und ein tolles Andenken.

Nach 7 Tagen (am 28.) war unser Urlaub auf den Gilis leider schon wieder vorbei und es ging zurück nach Bali. Am Hafen von Padang Bai warteten auch schon wieder die Straßenverkäufer auf uns. Eine ältere Dame versuchte dann sogar unser Känguru aus dem Rucksack zu ziehen, was ihr zum Glück nicht gelang. Wir haben es vehement verteidigt… :o)

Die letzte Nacht, bevor es am 29. Zurück nach Oz ging verbrachten wir wieder im „Tune Hotel“, diesmal allerdings in Legian. Auch hier ist es für uns zu überlaufen und irgendwie unangenehm touristisch. Da waren wir froh uns am Abend auf ein Bier mit Nuno und Adi samt Familie in Jimbaran zu treffen. Was sollen wir sagen? Es waren mal wieder zu viele Bintang und zu viel Wein, aber ein grandioser Abschied für uns aus Bali. Suksema!!!

Hier nun unsere Urlaubsbilder…

Urlaub auf den Gilis

Einmal Asien modern bitte!

Landet man in Singapur, landet man in einer völlig anderen Welt. Es ist sauber, aufgeräumt und alles ist geregelt. So ganz untypisch Asien. Bereits am Flughafen entfällt langes feilschen um den günstigsten Taxipreis in die Stadt, denn die Taxifahrer fahren von vornherein mit Taximeter. Leider hat soviel Ordnung und Sauberkeit aber auch ihren Preis. Singapur gehört zu den Ländern mit dem höchsten Lebensstandard; das pro Kopf Einkommen ist das zweithöchste Asiens. Dementsprechend „teurer“ ist dann auch das Leben hier.

Der Stadtstaat ist Dienstleistungs-, Handels- und Verarbeitungszentrum und ist mit seinem riesigen Hafen das Tor nach Südostasien. Unzählige Containerschiffe warten auf ihre Abfertigung. Für ausländische Investoren ist der Standort wohl sehr attraktiv, da die Einheimischen sehr gut Englisch sprechen und die Löhne im Verhältnis zum Westen noch relativ niedrig sind.
Kurzum: Singapur ist eine hochmoderne und pulsierende Metropole. Asien modern eben! Selbst die U-Bahn Stationen sind hier klimatisiert, nur mal so am Rande erwähnt! ;o)

Wir verbrachten zwei volle Tage in Singapur; am 17. landeten wir spätabends und am Nachmittag des 20. flogen wir auch schon weiter auf die Gilis. Was kann man in Singapur so alles machen? In erster Linie shoppen. Nirgendwo auf der Welt haben wir bisher eine höhere Dichte an Designergeschäften gesehen. Und die Shopping-Center können sich echt sehen lassen, eins schöner als das andere.

Auch wir mussten am ersten Tag shoppen gehen. Mal wieder Elektronik!
Bei unserem Dschungelabenteuer in Malaysia ist das Ladegerät meiner neuen Spiegelreflexkamera durchgebrannt. Hatten wir eigentlich schon erzählt, dass es in unserer Dschungelbleibe nur 3 Stunden Generatorstrom am Abend gab? :o) Diesen Generator hat mein Ladegerät wohl nicht gemocht. Also musste ein Neues her. Leider war selbst in Singapur kein Original Canon Ladegerät aufzutreiben, so dass ich zu einem Allroundgerät greifen musste; auf alle Fälle „Made for Germany“ und „German Quality“ wie der Verkäufer mehrmals versicherte. Immerhin nur 20 Euro und es funktioniert (noch)!

Der zweite Tag begann mit einem Besuch des „Marina Bay Sands Hotel“. Auf dem Dach dieses 55 Stockwerke hohen Hotels befindet sich nicht nur eine Aussichtsplattform, sondern auch ein Skypark mit Pool, den wir im Rahmen einer kostenlosen Tour besichtigen durften. Das Baden in diesem einzigartigen Pool auf dem Dach war leider den Hotelgästen vorbehalten… Schade! Aber ein paar Bilder durften wir schießen.
Da sich das Wetter gegen Mittag extrem schnell drehte und ein monsunartiger Regen und heftiges Gewitter uns überraschte, blieb uns nichts anderes übrig als wieder einmal in eines der unzähligen Shoppingcenter zu fahren und anschließend ins Kino zu gehen. Ein bisschen Alltag auf unserer Reise.

Der Nächste Tag war bereits der 20.04. und damit Abreisetag. Per U-Bahn (MRT) machten wir uns auf in Richtung Flughafen. Gekostet hat die Fahrt 1/20 des Taxipreises, war aber mindestens genauso bequem. Der Zug hält direkt in einem der drei Terminals (leider haben wir vergessen in welchem), per Skytrain sind die anderen beiden Terminals einfach und kostenlos zu erreichen. Der Changi Airport hält dann (für Singapur typisch) alles bereit was man zum Leben braucht. Duschen, alle möglichen Restaurants, kostenloses Internet und so weiter. Kurz gesagt: selbst hier kann man einige Tage verbringen ohne den Flughafen verlassen zu müssen.

Wir fanden Singapur eigentlich ganz nett, auch wenn es so gar nicht asiatisch wirkt, vor allem wenn man aus Malaysia anreist. Dazwischen liegen Welten, auch preislich.
Alles in Singapur ist eben auf Konsum ausgelegt. Geld ausgeben kann man an jeder Ecke. Ein weiteres Beispiel neben den vielen Shoppingmöglichkeiten ist die Insel Sentosa. Per Seilbahn oder Monorail kann man hier rüber fahren und in verschiedenen Freizeitparks und Einrichtungen sein Geld los werden. Sogar Strände zum sonnenbaden wurden hier aufgeschüttet.

Das Essen in Singapur ist asientypisch ebenfalls sehr gut. Allerdings muss man auch hier etwas tiefer in die Tasche greifen. In Restaurants bezahlt man für ein Essen umgerechnet genau so viel wie in Deutschland. Klassisches „Streetfood“ gibt es nicht, dem hat die Regierung wohl einen Riegel vorgeschoben. Dafür wurden tolle „Foodcourts“ eingerichtet, wo man dann für eine Hauptspeise zwischen 3 und 5 Euro zahlt. Von Japanisch bis Thailändisch ist hier alles zu bekommen und es ist wahnsinnig lecker.

Wäre unsere Reisekasse noch ein wenig gefüllter, wären wir gerne noch ein paar Tage länger in Singapur geblieben. Bei Hostelpreisen, die denen in Australien allerdings sehr ähneln (22€ pro Nacht und Person) entschieden wir uns jedoch dazu weiter zu reisen. Ins günstigere Indonesien. Vielleicht ergibt sich ja nochmal irgendwann die Möglichkeit für uns wieder zu kommen.

Jetzt gibt es erstmal ein paar Fotos:

Singapur

Unsere letzte große Tour durch Oz – zurück im Outback

Während ihr in den Mai getanzt seid, starteten wir unsere letzte große Tour durch Australien. Am 29.04. sind wir wieder auf australischem Boden gelandet und einen Tag später haben wir unseren Camper in Empfang nehmen können.

Mit diesem “Camper ohne Namen” geht es nun von Darwin aus über das rote Zentrum Australiens, den Ayers Rock und über Brisbane zurück nach Sydney. Wir freuen uns auf die Tour!

Unser neues Gefährt werden wir euch, wie gewohnt auch noch näher vorstellen. Zuerst werden in den nächsten Tagen allerdings die noch fehlenden Berichte zu “Singapur” und den “Gilis” folgen.

Bis dahin gibts schon mal ein Foto von unserem neuen zu Hause für die nächsten Wochen.

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Viele Grüße aus Oz!

Yvon & Ingo

Höhlen, Regen & Wald

Am 15.04. startete unser Dschungelabenteuer in den „Gunung Mulu Nationalpark“. Am Flughafen Kuching bestiegen wir eine Maschine des Typs ATR72 um damit direkt in den 1,5 Flugstunden entfernten Nationalpark zu fliegen. Unser erster Flug mit einer Propellermaschine war schon ein aufregendes Erlebnis. Irgendwie, als würde man mit einem Reisebus fahren.

Gunung Mulu, so heißt der zweithöchste Berg der Region (Sarawak) und um diesen ist der Nationalpark angelegt. Das Gebiet wurde 2000 von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt und bietet nicht nur einen Millionen Jahre alten tropischen Regenwald, sondern auch noch eines der größten Höhlensysteme der Welt.

Zunächst waren wir unentschlossen den Nationalpark zu besuchen, da uns von den offiziellen Stellen (Touristeninformationen) nur zwei Übernachtungsmöglichkeiten angeboten wurden; eine im Park selber und eine in einem etwas außerhalb gelegenen Resort. Leider beide zu teuer. Julie, die wir seit unserem Besuch bei den Orang Utans kannten und auch noch andere Reisende bestärkten uns allerdings darin einfach ohne Vorabbuchung in den Nationalpark zu fliegen.

Tatsächlich bestätigte sich mal wieder, dass man sich im Vorfeld einfach immer viel zu viele Gedanken macht und vor Ort alles einfacher ist. Unmittelbar vor dem Nationalpark bieten sogenannte „Homestays“ Betten im Mehrbettzimmer ab 15 Ringgit (=3,75€) an. Luxus sieht anders aus, das ist klar, aber zum schlafen reicht es und mehr wollten wir ja auf dem Zimmer auch nicht. Es war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung. Immerhin gab es eine Toilette mit Spülung, eine Dusche (mit frischem Flußwasser) und vernünftiges, günstiges Essen. So teilten wir uns mit Julie für die nächsten zwei Nächte ein Zimmer im „Mulu Homestay“.

Im Nationalpark selbst, sind pro Tag 10 Ringgit Eintritt fällig (ab 01.Mai: 20 Ringgit). Leider sind die Höhlen nur über eine gebuchte Tour besuchbar. Man darf sich also nur eingeschränkt bewegen im Park, was allerdings auch durchaus Sinn macht, weil es Leute gibt, die ansonsten alles anfassen und damit zerstören würden. So buchten wir am ersten Tag eine Tour zur „Deer Cave“ und „Lang Cave“ für 15 Ringgit pro Person. Mit Informationen zu den Höhlen möchten wir euch jetzt nicht weiter langweilen. Wer sich dafür interessiert findet alles Wichtige unter: www.mulucaves.org . Ein mittelgroßes Spektakel war die Fledermausbeobachtung am frühen Abend. Hunderttausende Fledermäuse verlassen in der Dämmerung die Deer Cave auf der Suche nach fressbarem. Sehr interessant…

Der zweite Tag startete mit einem Ausflug per Boot (30 Ringgit pro Person) in die „Wind Cave“ und die „Clearwater Cave“ (Führung: 20 Ringgit); mit über 100km Länge, die längste Höhle des Parks. Auch hier war es sehr interessant. Den Nachmittag verbrachten wir auf einem Vogelbeobachtungspunkt, wo wir?! genau, nichts beobachten konnten. Auch nicht den im Park heimischen Nashornvogel. Aber der ist ohnehin sehr selten. Schade…

Anschließend hatten wir noch einen letzten schönen Abend mit Julie und leckerem Essen im Park. Während ich mir leckeres, aber leider überteuertes „Tiger“ Bier schmecken ließ kamen die Mädels auf die glorreiche Idee eine Nachtwanderung zu unternehmen. Natürlich ohne Genehmigung und alles streng Geheim. Immerhin wusste ich in welche Richtung die beiden aufbrachen. Die Quittung bekamen Julie und Yvon allerdings schnell. Noch nicht ganz 20 Minuten unterwegs begann es zu schütten wie aus Eimern, so dass die Mädels völlig durchnässt wieder im Parkhauptquartier ankamen. Dafür haben sie immerhin den mysteriösen im dunkeln leuchtenden Pilz gesehen…

Der weitere Abend war dann noch ganz nett und wir haben interessante Kontakte in Dubai knüpfen können. Falls ihr es noch nicht wusstet, Dubai ist die letzte Station unserer Reise auf unserem Weg nach Hause.

Am nächsten Tag, also dem 17. hieß es Abschied nehmen, denn der Gunung Mulu Nationalpark war die vorerst letzte Station auf unserem Malaysiatrip. Unser Vorhaben weiter in den Osten Borneos zu reisen wurde leider, wegen einer fehlenden Genehmigung zum tauchen zerstört. „Sipadan“, so heißt die Insel östlich von Borneo, die zu den Top Ten Tauchplätzen der Welt gehört. Leider, oder Gott sei Dank zum Schutz der Unterwasserwelt benötigt man zum tauchen rund um Sipadan eine Genehmigung. Und diese muss man mindestens 6 Wochen vor dem tauchen beantragen, da es pro Tag nur 120 Genehmigungen gibt. Das haben wir natürlich erst auf unserer Reise durch Malaysia erfahren. Da waren wir zu schlecht informiert. Macht aber nix, so haben wir immerhin einen Grund noch einmal nach Borneo zurück zu kehren.

Drei Flüge warteten am 17.04. auf uns. Von Mulu nach Miri (9 Personen waren mit uns zusammen an Bord der Propellermaschine, -Strange-). Von Miri weiter nach Kuala Lumpur, bevor wir letztendlich am späten Abend von dort aus unseren letzten Flug nach Singapur antraten. Artikel hierzu folgt.

Nach drei Nächten in Singapur sind wir übrigens wieder nach Bali geflogen, wo wir aktuell ein paar Tage Urlaub auf den „Gili Inseln“ eingeschoben haben. Urlaub vom reisen quasi. Reisen ist nämlich durchaus eine äußerst anstrengende Angelegenheit.

To Julie: We know you read this! ;-) It was a real pleasure to meet you and of course, it was very cool to spend our time together. All the best to you, we hope you will find a beautiful place to stay in Oz. We think we will see us again, someday. Let´s keep in touch.

Gunung Mulu Nationalpark